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Die Ausleitung & Entgiftung nach dem Cutler-Protokoll

Die Ausleitung, bzw. Entgiftung nach Cutler basiert auf der Gabe von Chelatbildnern, die Schwermetalle komplexieren und so aus dem Körper herauslösen. Über den Kreislauf gelangen die Giftstoffe zur Niere und werden dort über den Urin ausgeleitet. Cutler hat die Methode speziell für die Entgiftung von Quecksilber entwickelt.

Cutler verwendet nach meinen Recherchen überwiegend Dimercaptobernsteinsäure (DMSA) in einer Dosierung von 1.000 mg in einem Intervall von 4 Stunden. Die Applikation erfolgt dabei oral. Zusätzlich gibt Cutler 100 mg Alpha-Liponsäure. Damit wird eine längere Verweildauer von DMSA im Blutkreislauf erzielt. Zudem kann Alpha-Liponsäure die Blut-Hirn-Schranke überwinden, sodass auch eine gewisse Entgiftung des Zentralnervensystems erreicht werden kann. Von der Alpha-Liponsäure halte ich ja auch sehr viel.

Eine Einzelkur dauert 3 Tage. Nach 11 Tagen kann die Kur wiederholt werden, allerdings nur insgesamt 10 Mal. Cutler hat die Frage offen gelassen, warum er DMSA verwendet und betont, dass er Dimercaptopropan-Sulfonsäure (DMPS) eigentlich für effektiver hält.

Während der Kur muss der Patient fasten (wovon ich ja auch viel halte!). Das verhindert aber nicht die sehr niedrige Resorptionsrate von 20 % beim DMSA und 50 % beim DMPS. Erhöht werden kann die Wirkstoffkonzentration im Körper durch subkutane Injektionen. Die Dosierung beträgt dabei jeweils 50 mg bis 100 mg der Chelatbildner in 2-prozentiger Procain-Lösung. Die Applikation ist bei dieser Methode anscheinend nur im Rhythmus von 8 Stunden erforderlich. Vorteil gegenüber der oralen Medikation ist die bessere Wirkstoffverwertung. Zudem kommt es zu einer verlangsamten Freisetzung der Chelate, wodurch der Komplexbildung mehr Zeit gegeben wird. Der Patient darf während der Behandlung keine Spurenelemente zu sich nehmen, die die Chelate blockieren könnten. Eine Kur dauert hier ebenfalls 3 Tage. Bei Wiederholungen müssen Pausen von mindestens 4, längstens aber 30 Tagen eingehalten werden.

Wie bei allen Therapien wirkt das Cutler-Protokoll bei verschiedenen Patienten jeweils in individueller Ausformung. Bei einigen funktioniert die Entgiftung hervorragend und die Beschwerden der zugrundeliegenden Erkrankungen verbessern sich deutlich. Es gibt aber auch immer wieder Fälle, in denen eine Verschlechterung nach der Kur eintritt. Bekannt ist dies bei kindlichem Autismus, der für die Anwendung des Cutler-Protokolls wohl nicht geeignet ist.