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Freie Radikale

Verschiedene Stoffe im Körper können zu einer großen Belastung werden, selbst wenn sie der Körper selbst produziert. Besonders problematisch können sogenannte Freie Radikale werden.

Es handelt sich dabei um Funken, die entstehen, wenn der Körper Nahrung durch Verbrennung in Wärme und Energie umwandelt. Diese Funken sind sehr energiegeladene Moleküle, die für den Körper wichtige Aufgaben übernehmen. Sie sind zum Beispiel Teil unseres Abwehrsystems. Problematisch wird es dann, wenn zu viele Freie Radikale produziert werden. Bevor sie verglühen, schwirren sie nämlich einfach durch sämtliche Zellen hindurch und schädigen dabei Zellwände, Eiweiße und das Erbgut. Wie viel Schaden sie dabei anrichten können, hängt von ihrem Energiegehalt ab.

Ein gesunder und hochwertig ernährter Körper kann sich gegen die Freien Radikalen wehren. Die Leber spielt dabei eine große Rolle. Sie bildet Antioxidantien, die die Freien Radikale binden und neutralisieren. Auch Gluthathion, eine in allen Zellen vorkommende Verbindung aus Aminosäuren, bekämpft Freie Radikale. Besonders viel Gluthathion kommt in Leber, Niere und Dünndarm vor, also in den Entgiftungsorganen. Für die Wirksamkeit und Nachproduktion von Gluthathion sind verschiedene Vitamine und Spurenelemente notwendig: zum Beispiel Selen, die Vitamine B3, C und E und das Coenzym Q10. Weitere Abwehrmittel gegen Freie Radikale stecken in der Harnsäure. Und auch das Bindegewebe kann sie durch spezialisierte Enzyme unschädlich machen.

Wenn dieses Abwehrsystem allerdings überfordert ist und die vielen Freien Radikalen nicht mehr unschädlich machen kann, entsteht oxidativer Stress. Das geschieht einerseits, wenn zu viele Freie Radikale produziert werden oder andererseits, wenn das Schutzsystem, zum Beispiel durch Vitaminmangel, nicht mehr ausreichend funktioniert. Oxidativer Stress sorgt für eine schnellere Zellalterung und wirkt sich damit negativ auf unsere Vitalität aus. Die Zellen werden geschwächt und können immer weniger Energie zur Verfügung stellen. Auf Dauer können eine ganze Reihe unterschiedlicher Erkrankungen durch Freie Radikale entstehen: Allergien, Autoimmunerkrankungen, Arteriosklerose, Herzinfarkt, Schlaganfall, Durchblutungsstörungen, Parkinson, Alzheimer und Krebs können damit in Verbindung stehen.

Oxidativer Stress wird vor allem durch die Lebensweise verstärkt. Diese Belastungen erhöhen ihn:

  • zu wenig Bewegung
  • zu anstrengende körperliche Arbeit
  • Übergewicht
  • Rauchen
  • psychischer Stress
  • regelmäßiger Alkoholkonsum
  • fehlender oder ständig durchbrochener Lebensrhythmus, zum Beispiel durch Schichtarbeit
  • bestimmte Chemikalien, Elektrosmog und Gifte in der Atemluft
  • zu hohe UV-Strahlung
  • erhöhte Blutzucker- und Blutfettwerte
  • längere Einnahme von Medikamenten
  • Chemotherapie und Bestrahlung
  • Vitaminmangel

Viele dieser Faktoren können durch eine gesunde Lebensweise reduziert werden. Zudem hilft das Entgiften und Entschlacken dem Körper, überflüssige Freie Radikale loszuwerden.