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Entgiften – aber wie lange?

Hier gibt es kein „Patentrezept“. Denn die Dauer einer Entgiftung hängt davon ab, wie viel Toxine im Organismus eingelagert sind und wie schnell diese sich mobilisieren und ausleiten lassen.

Bei weniger belasteten Fällen reichen oft wenige Tage Fasten mit und ohne Rohkost, Fruchtsäften und Shakes aus.

Oder in etwas „härteren“ Fällen muss man fast zwei Wochen veranschlagen, wo auf den Verzehr von „herkömmlichen“ Nahrungsmitteln, also industriell gefertigte Lebensmittel, verzichtet wird. Dafür muss der Betroffene frisches Obst und Gemüse verzehren, sowie entgiftende Proteine aus Fisch und Eiern.

Eine Eliminations-Diät, bei der alle bekannten Allergene von der Nahrung entfernt worden sind, dauert in der Regel vier Wochen. Liegt aber schon ein gesundheitliches Problem vor, dann kann sich der Vorgang auch schon mal auf sechzehn Wochen verlängern.

Wie die körpereigene (gesunde) Entgiftung, vor allem die der Leber funktioniert, das habe ich unter "Die Entgiftung der Leber" näher beschrieben.

Hier wird klar, dass der Entgiftungsprozess keine einfache biochemische Reaktion ist. Vielmehr ist es ein Verbund an verschiedenen Reaktionen und Prozessen auf verschiedenen Organisationsstufen.

Aus dieser Beschreibung des ungemein komplizierten Ablaufs der Entgiftung von verschiedenen Substanzen sollte deutlich werden, dass es hier keine unendlichen Kapazitäten gibt, und dass der Vorgang selbst, der sich in drei Phasen einteilen lässt, ebenfalls eine bestimmte Zeit benötigt, um erfolgreich abzulaufen.

Dazu gibt es noch eine genetische Variabilität von Mensch zu Mensch, die die Entgiftung beeinflusst. Diese Variabilität beeinflusst damit auch die Dauer der Entgiftung. Denn nicht jeder Mensch entgiftet gleich schnell wie sein/e Nebenmann/-frau.

Aber nicht nur die Genetik macht das natürliche Entgiften unter Umständen etwas schwerer beziehungsweise „langweiliger“. Mit zunehmendem Alter können die Kapazitäten ebenfalls nachlassen.

Ob es das Alter ist, das „notwendigerweise“ zu solchen Konsequenzen führt, ist nicht als unbedingt sicher anzusehen. Vielmehr scheinen schlechte Ernährungsgewohnheiten, Lebensstil und der damit verbundene nachhaltige Aufbau von Toxinen im Körper zu diesem Phänomen zu führen.

Wenn dann noch Rauchen und exzessiver Alkoholkonsum (oder „harte Drogen“) dazu kommen, dann ist es nicht verwunderlich, dass man hier eine Überlastung der Entgiftungskapazitäten zu sehen bekommt.